Spannender Vortrag vom Dino-Experten
T-Rex konnte, so wissen wir aus der Filmreihe um den fiktiven Jurassicpark, mit Leichtigkeit einen Jeep verfolgen. Alles was groß, echsenartig und ausgestorbenen ist, ist auch ein Dinosaurier, und welche Farbe die Urzeittiere hatten, werden wir nie erfahren. Richtig? Nein! In seinem spannenden wie lehrreichen und oft humorvollen Vortrag räumte Paläontologe Maximilian Kellermann mit diesen und noch einer ganzen Reihe weiterer Mythen auf, gab Einblicke in seine Arbeit und beantwortete die zahlreichen Fragen, die die Zuhörer in nahezu vollbesetzten zweiten Stock der Stadtbibliothek Vohburg mitgebracht hatten.
Auf seine Kosten kam dabei von den noch jungen Zuhörern bis zu den eher fachlich interessierten Erwachsenen Gästen jeder, denn Kellermann verstand es, sowohl Wissen zu vermitteln, als auch zu unterhalten. Lockere Sprüche der Kategorie „die Evolution ist faul. Da überlebt nicht immer der Beste, sondern oft auch mal so ein naja, passt schon“, gehörten ebenso dazu wie die für viele überraschende Erkenntnis, dass in der Paläontologie eben nicht nur der Zahnarztbohrer, sondern sehr oft auch der Presslufthammer zum Einsatz kommt, dass man manchmal den Knochen vor lauter Wüste nicht findet und „T-Rex eben doch kein Läufer, sondern eher ein Powerwalker“ war.
Fakt sei, dass man über die Tiere jener längst vergangenen Zeit zwar inzwischen einiges, im Grunde aber immer noch sehr wenig wisse, aber fast täglich neues hinzukomme, erklärte Kellermann, der aktuell an seiner Doktorarbeit über den, wie er selbst sagt, „Wolpertinger unter den Dinosauriern“ schreibt und sich mit der Benennung des Tameryraptor Markgrafi einen Kindheitstraum erfüllen durfte. Und dann gab er noch einen ganz unerwarteten Einblick in die Forschung, der manch einen Dinofan staunen ließ: Inzwischen ist es möglich von einer Handvoll der Urzeitlichen Wesen - die meisten davon gefiedert – auch die Farbe zu bestimmen und die war, wie es einem Zuhörer entfuhr: „erstaunlich bunt!“
Lesung von Fritz Beck: „Räumen und träumen im Geisterhaus“
Kurzweilig, launig und hervorragend besucht war die Lesung des Vohburgers Fritz Beck am Freitag in der Vohburger Stadtbibliothek. Ein echtes Highlight waren dabei die Fundstücke aus den 60er und 70er Jahren die Beck aus seinem Elternhaus – dessen Auflösung auch Thema seines Buches ist – mitgebracht hatte. Kindheitserinnerung pur für viele der Anwesenden.
